
erst Hund streicheln...

...und dann schoen an die Hygiene denken und ordentlich Haende waschen

gegenueber vom Waschbecken liegen ein paar Fuesse


Nach dem Fruehstueck in Bayas Haus und meinem ersten Besuch eines mongolischen Donnerbalkens besuchen wir Batnjams Neffe ein paar Haeuser weiter.

ein Donnerbalken - gut aufpassen wo man hintritt!

Batnjam hat auf diesem Grundstueck selbst einmal gelebt. Der Neffe hat schon bei unserer Ankunft gegen 9:30 Uhr ordentlich einen im Tee. Seine recht normal aussehende junge Frau hat ein kleines Maedchen mit struppigen Haaren an der Brust. Im Fernsehen laeuft eine Model-Show. Die Huette sieht sehr ordentlich aus. Das fuer unseren Geschmack gemuetlichste Haus welches wir bisher gesehen haben. Wir bekommen schon wieder zu essen und muessen auch Wodka trinken.




Jetzt hat der Neffe richtig einen Sitzen. Seine Augen triefen, ausserdem scheint er letzte Nacht irgend eine Pruegelei mitgemacht zu haben. Er hat einen ordentlichen Kratzer ueber dem Auge und einen quer ueber den Bauch. Die junge Frau ist Englischlehrerin und tut uns jetzt schon Leid. Wir bleiben zum Glueck nicht lange und laufen zurueck zu Bajas Haus.

kleiner Alkoholtest morgens gegen 10:30 Uhr
Auf dem Weg kaufen wir eine Tafel Schokolade in einem oertlichen Lebensmittelladen. Timka scheint wie die meisten Frauen auf der Welt ein Schokoladen-Gen zu besitzen.
Da Melanie immernoch kraeftig mit Durchfall zu kaempfen hat, sind wir uns nicht sicher, ob wir den Trip zu den Sandduenen im Norden machen sollen.Doch Melanie sagt ja und so warten wir darauf das es losgeht. Eigenartigerweise ziehen sich alle toll an. Auch Bajas nette Frau Zizik (Blume) schmeisst sich in ihre besten Traditionellen Klamotten und der kleine Sohn Ikusch in eine Art Army-look. Auch die kleine Tochter Anuka sitzt jetzt im Bus und wir erfahren nun, dass es erst zur Eroeffnung einer neuen Stabba gehen soll. Das ist eine Art heiliger Schrein, welcher die schlechte Auro einer "Hoehle die alles Gute vernichtet" neutralisieren soll. Das Ganze liegt etwa 10 km ausserhalb von Dzungshyai und das ganze Dorf ist bereits dort hin unterwegs, wie man an den parallelen Staubwolken welche nach Norden ziehen erkennen kann. Es ist wieder einmal unertraeglich heiss, als wir dort ankommen. Die Bauarbeiter sind mit dem Errichten der Figur noch nicht fertig. Das Ganze sieht aus wie ein grosser Krug mit einem Wappen davor. Alles auf einem vielleicht 4 Meter hohem Betonklotz. Viele Menschen sind bereits da.


Da aber alles noch ein wenig dauern wird, unternehmen wir noch schnell alle zusammen einen Aufstieg zu einer Hoehle, in der sich ein tibetischer Moench vor den Kommunisten versteckte und so dem Erschiessungskommando entkommen ist. Er hat unzaehlige kleine Figuren gebastelt, welche dort immer noch in der Hoehle stehen.



Ich klettere noch weiter den Rest des Bergs hinauf und werde mit einer traumhaften Aussicht belohnt.






Irgendwann laufen wir zurueck zum russichen Kleinbus. Melanie kaempft weiter mit Durchfall.
Zizik sammelt dunklen Pferdedung und ich erfahre von Timka, dass dieser bei Anginaerkrankung von Kindern, zusammen mit dem Urin der Mutter vermischt und dann dem gluecklichen Kind um den Hals geschmiert wird. Timka meinte, dass sie das auch schon gemacht und auch bei einer Erkaeltung ihren eigenen Urin getrunken hat. Es scheint ihr nicht geschadet zu haben.

Zurueck bei der Stubba ist nun richtig was los, allerdings sind die Handwerker immernoch am werkeln und irgendwie sehen sie auch nicht aus, als ob sie bald fertig sind. Das haben wohl auch die angerueckten tibetischen Moenche mitbekommen und so beginnen sie einfach schon mal mit der Einweihungszeromonie.



Sie singen Gebete und alle Mongolen stellen sich in einer Reihe an um ihre Gaben abzulegen, bzw. diese von den Arbeitern in den Krug heben zu lassen. Die Geschenke sind wieder Lebensmittel aller Art und Geldscheine. Auch Zettel mit den Namen aller Verwandten wandern mit in den Krug. Das soll diesen Glueck bringen. Auch unsere Namen stehen darauf, gleich zweimal, einmal auf dem Zettel von Bayas Familie und einmal auf dem von Batnjams Familie.





Wir erleben das Ende der Party nicht mehr und brechen nun doch noch zu unserer Wuestentour nach Norden auf. Obwohl es schon 16 Uhr ist. Zizik und Iltim steigen in einen anderen Wagen um und begleiten uns nicht. Dafuer ist noch eine Cousine von Timka dabei.

Die Fahrt zieht sich ordentlich hin und der nun ausnahmsweise kaum beladene Kleinbus springt fuerchterlich ueber die schlechten Feldwege.


Es wird sehr schnell sehr trocken Richtung Norden und so halten wir auch bald an einem Brunnen um frisches Wasser zu holen. Der Brunnen ist etwa 15 Meter tief.





Es geht weiter zwischen leicht bewachsenen Duenen, bis der Wagen nur noch gequaelt vorwaerts kommt.




Die Duenen sind nicht so beeindruckend wie die in der Sahara, haben aber trotzdem ihren Reiz.






Nach dem Essen, welches diesmal nicht ganz so gut ist, geht es zurueck Richtung Sommerhaus von Batnjams Mama. Es ist nun schon sehr spaet und die Sonne geht bald unter.





Die Abkuerzung von Baja bringt uns einen einsamen Bergweg hinauf und wir sehen einen tollen Sonnenuntergang waehrend der Motor wieder abkuehlt.









Dann wird es schnell dunkel und wir fahren weiter bis 23 Uhr ueber sehr schlechte Wege bis wir die Jurte erreichen.