Dienstag, 20. Februar 2018

16 - Fliegende Ziegen

15.07.2007






Heute wird direkt am See gefruehstueckt. Noch waehrend wir essen werden mehrere Herden von Schafen und Ziegen ganz in der Naehe zusammengetrieben. Es wird ordentlich gemaeht und gemeckert. Es wird nochmal deutlich lauter als die Schaefer beginnen die Tiere auf eine etwa 30m entfernte Sandbank durch das flache Wasser zu treiben.






Das finden die Ziegen und Schafe gar nicht lustig, wie man ihrem Schreien deutlich anhoert. Mehrere Frauen, Kinder und Maenner sowie einige Reiter sorgen dafuer dass die Tiere zusammen bleiben und nicht abhauen. Am Ende der Sandbank stauen sich die Tiere und wissen nicht wie weiter, scheinbar ist es dort zu tief. Der Trick scheint darin zu bestehen die Leittiere zum schwimmen zu animieren, damit die anderen Tiere folgen.
















ein fliegendes Schaf









Nass wie ein Pudel?











Wenn ein Tier nicht will wird es relativ unsanft ins Wasser geworfen. Alles bei einem unglaublichen Laerm. Ein fuer uns unglaublicher Anblick! Wir machen jede Menge Bilder.










Die Tiere werden mit Schlamm und Wasser bespritzt

















dieses Schaf sieht noch recht trocken aus





weil Melanie so schoene Fotos gemacht hat, darf sie jetzt zeigen wie sie reiten kann:





Es finden sich auch bald Mongolen ein, welche von uns fotografiert werden wollen. Bei der zweiten Herde versuchen Ralf und ich naeher heran zu kommen. Wir stellen uns in das seichte Wasser. Unsere Fuesse versinken in Schlamm und Schafskacke.



Iltim hat auch etwas Schlamm abbekommen


Ich denke Baja braucht langsam eine Dusche


Bajas Sohn findet es lustig



Batnjam meint durch das Salz ist der Schlamm gut fuer die Haut


Timka sieht auch anders aus

Spaeter gehen wir an einer anderen Stelle baden und fahren gegen 16 Uhr weiter Richtung des suedlichen Ende des Salzsees.





Unterwegs halten wir an einer Stelle, an welcher eiskaltes Wasser aus dem Boden sprudelt. Es liegen auch ein paar alte Reifen als Geschmacksverstaerker darin. Unsere mongolischen Freunde glauben, es sprudelt mehr Wasser heraus wenn man laut schreit. Also schreien wir alle Richtung Boden und Berg. Von weitem sieht das sicher spannend aus, wie ein paar Verrueckte um eine Pfuetze stehen und schreien. Die Pfuetze um die Quelle selbst ist vielleicht 2x1m gross.




"frisches" Trinkwasser




man sieht es aus der Erde kommen

Von dort fliessend das Wasser in einem duennen Rinnsaal den Berg weiter hinab. Eine genauere Untersuchung zeigt uns, dass nicht nur Reifen im Wasser liegen, sondern auch jede Menge Plastikabfaelle. Ich versuche diese Tatsachen erfolglos zu verdraengen und nicht laenger drueber nachzudenken. Mittlweile bildet sich eine kleine Schlange von Leuten an der Quelle, weil mittlerweile auch andere Fahrzeuge hier halten um Wasser zu holen.







Wir fahren weiter. Der Weg/Strasse/Trampelpfad am oestlichen Ufer des Sees wird immer schlechter. Der russische Kleinbus quaelt sich und wir schnell wieder heiss, so dass wir halten muessen. Ich stoppe mal die Zeit zwischen zwei Ausfaellen. Im tiefen Sand dauert es 9 Minuten.










Irgendwann schlingern wir im Sand an einem Touristencamp vorbei und finden einige hundert Meter weiter einen Platz fuer die Zelte.












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