Montag, 26. Februar 2018

17 - Badetag

16.07.2007





Schnell wird es wieder zu heiss im Zelt. Diesmal ist Ralf schon vor uns wach und macht sich auf den Weg hinunter zum Strand. Wir folgen etwas spaeter und muessen mit entsetzen feststellen, dass Ralf nackt badet! Einige tote Fische liegen bereits am steinigen Strand. Wir gehen zurueck fruehstuecken und als wir wieder an den Zelten sind, ist keiner mehr da.









Wir laufen das suedliche Ufer entlang und sehen von weitem Iltim mit seiner Angel im Wasser stehen und alle anderen ganz aufgeregt um ihn herum. Tatsaechlich dauert es nicht lange und Iltim zieht einen recht grossen Fisch an Land. Es folgen vier weitere. Einer versucht zu entkommen, doch Batnjam springt hinterher, faengt ihn mit der Hand, und wirft ihn an Land, wo ihn sein Mutter an den Kopf bekommt.





unser Lager in der Hitze





Hier war jemand zu lange in der Sonne! (Vermutlich ein Kamel)



die Zaehne sind riesig




ein Steinspiel - Internet gab es damals noch nicht ;)



unsere Mongolisch-Lehrerin Timka


der Salzsee. Man sieht wie hoch das Wasser mal stand.


in der Naehe gibt es ein kleines Camp, wo wir (vermutlich schlechtes) Wasser kaufen


Ralf geniesst seinen Urlaub




die Hitze ist nicht mehr auszuhalten - es wird beschlossen baden zu gehen




Kormorane


es wird gefuettert




Zum baden wollen unsere mongolische Freunde genau an die Stelle, wo auf einer kleinen Insel Kormorane brueten. Wir melden unseren Protest an, ernten aber nur Kopfschuetteln. Es heisst die Badestelle waere weit genug weg von den bruetenden Voegeln. Direkt vor der Insel steigt Iltim also ins Wasser und sorgt fuer sichtbaren Unmut bei den Voegeln. Melanie und ich suchen nach einer besseren Stelle zum Baden, finden aber leider nichts. Irgendwann lassen wir uns auf die Stelle ein und steigen auch ins Wasser. Es tut gut bei der wieder staerker werdenden Hitze.















Wir merken jetzt, dass diese Stelle auch deshalb so gut bei unseren Freunden ankommt, weil es dort recht flach ins Wasser geht und sie ja alle nicht schwimmen koennen. Wir versuchen es Timka und Baja beizubringen. Sie machen es eigentlich ganz gut und machen mit der Zeit deutliche Fortschritte. Bei den anderen sorgen wir nun wiederum fuer Unbehagen, denn wir schwimmen zu weit raus. Wenn wir tauchen gibt es Proteste und wir versprechen nicht mehr unter der Oberflaeche zu schwimmen. Wir verbringen den Tag gemuetlich am See.







Abends spielen wir Karten. Melanie wird irgendwann schlecht. Sie Uebergibt sich und bekommt starken Durchfall. Wir vermuten es lag an dem Wasser, welches wir heute in der Naehe gekauft haben und was vermutlich nicht mehr gut oder selbst abgefuellt war. Oder es war der Fisch. Die Zubereitung des Fangs war eine Erfahrung. Vermutlich essen die Mongolen nicht so viel Fisch, und obwohl sie sonst sehr gute Koeche sind, wissen sie nicht wie man Fische ausnimmt. Also wird der Fisch mit einem grossen Messer einfach klein gehackt. Es ist nahezu unmoeglich das Ding noch zu essen, mit all den kleingehalten Graeten drin. Dabei hatten wir uns auf eine Abwechslung nach all dem vielen Fleisch gefreut. Wir gehen frueh schlafen, finden aber keine Ruhe da Melanie immer wieder raus muss und auch ich bei jeder Bewegung Bauchschmerzen bekomme. Die Nacht bekommen wir kein Auge zu. Es wird sehr windig und Ralf muss sein Zelt immer wieder festspannen.Gegen Mitternacht kommt ein Fahrzeug und bleibt ganz in der Naehe.






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